Sanierungs-Navigator
Sanierung beginnt selten mit der Dämmstoffdicke, sondern mit der Frage: Was ist vorhanden, was ist dringend, und in welcher Reihenfolge lohnt es sich? Sechs Fragen führen zu einer ersten Schrittfolge.
Orientierung, kein Sanierungsfahrplan. Der Navigator ersetzt weder einen individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) noch eine Energieberatung vor Ort und enthält keine Förderzusage. Die Reihenfolge hängt vom Zustand des Gebäudes, den Kosten und den Zielen ab; die Einzelfallprüfung bleibt erforderlich.
Warum diese Reihenfolge?
Zuerst wird der Bestand aufgenommen, weil jede Maßnahme ohne Flächen und U-Werte im Nebel bleibt. Danach folgt die Gebäudehülle: Sie bestimmt den Transmissionswärmeverlust und beeinflusst, welche Heizungsleistung später nötig ist. Die Heizung kommt danach, weil ein Gebäude mit schlechter Hülle eine größere Wärmepumpe oder höhere Vorlauftemperaturen benötigt. Die Förderung wird parallel geprüft, nicht erst am Ende.
Bei Mehrfamilienhäusern und Nichtwohngebäuden kommt die gemeinschaftliche Entscheidung hinzu: Beschlüsse, Zuständigkeiten und die Aufteilung der Kosten bestimmen die Reihenfolge mit. Bei kleinen Budgets sind Kellerdecke und oberste Geschossdecke oft die ersten Schritte, weil sie ohne Eingriff in die Fassade auskommen; Fenster sind ein eigener, fassadenseitiger Schritt.
Vertiefung: Wärmebrücken · Luftdichtheit · Feuchteschutz · Energieausweis
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