U-Wert-Rechner
Schichtaufbau von innen nach außen zusammenstellen. Der Rechner liefert den U-Wert nach DIN EN ISO 6946 und prüft im Anschluss den Feuchteschutz nach dem Glaser-Verfahren: Taupunkt, Tauwasserebene und Tauwassermenge.
Feuchteschutz
Glaser-Verfahren, stationär
- sd-Wert gesamt
- –
- Einordnung
- –
- Tauwasserebene
- –
- Tauwassermenge WT
- –
- Beurteilung
- –
| Ebene | θ in °C | psat in Pa | p in Pa | Feuchte |
|---|
Vereinfachtes Glaser-Verfahren: stationäre Temperatur- und Dampfdruckverteilung, Sättigungsdruck nach Magnus, Diffusionsleitkoeffizient δ = 2·10⁻¹⁰ kg/(m·s·Pa). Verdunstung und sommerliche Trocknung werden nicht bilanziert. Für Nachweise gilt DIN 4108-3; bei kritischen Aufbauten ist zusätzlich eine hygrothermische Simulation nach DIN EN 15026 sinnvoll.
So rechnet das Tool
Für jede Schicht gilt R = d / λ. Die Übergangswiderstände werden je nach Bauteil vorbelegt und können überschrieben werden. Der U-Wert ist der Kehrwert der Summe:
Die Oberflächentemperatur innen ergibt sich aus θsi = θi − U · Rsi · Δθ. Die Temperaturdifferenz Δθ wird in Kelvin angegeben; als Differenz zweier Celsius-Werte ist sie zahlenmäßig identisch (20 °C − (−10 °C) = 30 K).
Feuchteschutz
Jede Schicht erhält einen sd-Wert: sd = μ · d. Der Dampfdruckverlauf zwischen innen und außen ist über die sd-Werte linear verteilt. Trifft dieser Verlauf irgendwo auf den Sättigungsdruck der dort herrschenden Temperatur, fällt Tauwasser aus. Die ausfallende Menge ergibt sich aus dem Überschuss zwischen Dampfdruck und Sättigungsdruck, geteilt durch die Diffusionswiderstände beiderseits der Tauwasserebene.
Orientierende Beurteilung: Bleibt die Tauwassermenge im Betrachtungszeitraum unter 0,5 kg/m², liegt der Aufbau unter dieser Schwelle. Verdunstung, kapillare Weiterleitung und die Materialart sind damit nicht geprüft – ein Nachweis nach DIN 4108-3 ist das nicht. Wird der Wert überschritten, ist ein Feuchteschutznachweis erforderlich.
Liegt θsi unter 12,6 °C, weist das Tool auf erhöhtes Schimmelrisiko hin (etwa 80 % Oberflächenfeuchte bei 20 °C und 50 % relativer Feuchte). Tauwasser an der Oberfläche entsteht erst unter 9,3 °C.