Glossar
Die wichtigsten Begriffe aus Rechnern, Wiki und Förderung – kurz erklärt und mit Verweis auf die Seite, die tiefer einsteigt.
- U-Wert
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Wärmedurchgangskoeffizient in W/(m²·K): Wärmestrom durch ein Bauteil bei einem Kelvin Temperaturunterschied zwischen innen und außen. Kleiner Wert = besserer Wärmeschutz. Gilt für die ungestörte Fläche.
- R-Wert
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Wärmedurchlasswiderstand in m²K/W: Kehrwert des Wärmedurchlasskoeffizienten einer Schicht; R = d/λ. Die Summe der Schichtwiderstände ergibt den Widerstand des Aufbaus (ohne Übergangswiderstände).
- λ (Lambda)
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Wärmeleitfähigkeit in W/(m·K): Materialkennwert, der angibt, wie gut ein Stoff Wärme leitet. Kleine Werte bedeuten gute Dämmwirkung.
- μ (My)
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Wasserdampf-Diffusionswiderstandszahl: dimensionsloser Faktor, der angibt, wie stark ein Material die Dampfdiffusion behindert. Der sd-Wert ergibt sich aus μ · Dicke.
- sd-Wert
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Wasserdampf-Diffusionswiderstand in Metern: sd = μ · d. Er beschreibt, wie stark eine Schicht die Diffusion von Wasserdampf bremst.
- Ψ (Psi)
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Längenbezogener Wärmedurchgangskoeffizient einer Wärmebrücke in W/(m·K). Er beschreibt den zusätzlichen Wärmestrom entlang einer Anschlusslinie.
- f_Rsi
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Temperaturfaktor, dimensionslos: f_Rsi = (θ_si − θ_e)/(θ_i − θ_e). Je kleiner der Wert, desto kälter die Innenoberfläche im Verhältnis zur Innentemperatur.
- n50
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Luftwechselrate bei 50 Pascal Druckunterschied in h⁻¹, bezogen auf das beheizte oder gekühlte Luftvolumen (§ 26 GModG). Sie gibt an, wie dicht die Gebäudehülle ist.
- Wärmebrücke
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Stelle mit erhöhtem Wärmestrom, an der die Dämmebene unterbrochen ist oder der Wärmestrom zwei- bzw. dreidimensional verläuft. Sie senkt die Oberflächentemperatur und erhöht den Verbrauch.
- Tauwasser
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Wasser, das ausfällt, wenn Luft auf eine Temperatur unter ihren Taupunkt abkühlt – an der Oberfläche oder im Bauteil.
- Glaser-Verfahren
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Vereinfachtes stationäres Verfahren zur Beurteilung des Tauwasserausfalls in Bauteilen. Es bilanziert Diffusionsströme; die hier verwendete Umsetzung bildet die Verdunstungsperiode nicht ab, und die kapillare Weiterleitung ist dem Verfahren generell nicht zugänglich.
- Bedarfsausweis
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Energieausweis auf Grundlage berechneter Kennwerte. Er ist unter anderem bei Neubau und bei bestimmten älteren Wohngebäuden vorgeschrieben.
- Verbrauchsausweis
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Energieausweis auf Grundlage des erfassten Endenergieverbrauchs. Er ist bei Verkauf oder Vermietung eine Alternative zum Bedarfsausweis, soweit das Gesetz keine Vorgabe macht.
- GModG
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Gebäudemodernisierungsgesetz, früher Gebäudeenergiegesetz (GEG). Es regelt unter anderem Anforderungen an Gebäude, Energieausweise und Übergangsvorschriften.
- BEG-EM
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Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen: Förderrichtlinie des BAFA für energetische Sanierungsmaßnahmen an Gebäuden, unter anderem Dämmung; der Heizungstausch wird über die KfW abgewickelt.
- iSFP
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Individueller Sanierungsfahrplan: ein von einer berechtigten Person erstellter Plan, der Sanierungsmaßnahmen in eine sinnvolle Reihenfolge bringt und Förderboni ermöglichen kann.
- Effizienzhaus
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Gebäudestandard nach GModG/BEG-WG, den die KfW fördert: Primärenergiebedarf und Transmissionswärmeverlust werden ins Verhältnis zu einem Referenzgebäude gesetzt. Die KfW 261 fördert die Stufen 40, 55, 70, 85 und Denkmal; Effizienzhaus 100 (Referenzgebäude) und 115 (15 % über Referenz) sind allgemeine Vergleichsstufen und nicht Gegenstand der aktuellen KfW-261-Förderung.
Die Erklärungen sind bewusst knapp gehalten und ersetzen keine Normauskunft. Wo Normwerte fehlen, ist das auf der jeweiligen Seite gekennzeichnet – siehe Quellen und Normen.